dusty dawn in downtown distopia

Mehr unter www.fabbaz.at
Shared Items unter fabbaz.tumblr.com

28.6.11

Schulout.

Pünktlich zu den Ferien erfahren wir, was das Bildungspaket der Regierung so beinhaltet: eine SPÖ, die im Laufe einer Diskussion vergisst, worüber eigentlich geredet wurde, und eine ÖVP, die das Thema zwar nicht verstanden hat, aber froh ist, der SPÖ eins ausgewischt zu haben. Die Opposition darf sich freuen, dass sie sich ärgern darf.
Nein, liebe Parteien, so geht das nicht. Informierte werden nicht bestreiten, dass Reformen des Schulsystems dringend, as in: besser vor 15 Jahren als in 2, notwendig sind.
Ein modulares Schulsystem ist eine sehr sinnvolle Sache, und die anderen können noch immer ihre Elitenbildung betreiben, während die einen ihr Deutsch verbessern, auch könnten die ewig dummen Diskussionen um Latein? Französisch? Spanisch? DG? endlich eine vernünftige Lösung finden. Wer lieber eine Weiterbildung zu einem technischen Beruf verfolgen möchte, spart sich dafür vielleicht ein Jahr Deutsch, und wer Geschichte studieren möchte, kann ein Jahr Mathematik einsparen. Und man darf auch gerne aufhören zu ignorieren, dass diejenigen, die modulare Schulen propagieren, ja seit jeher darauf hinweisen, dass dies nur in Einklang mit einer Neugestaltung der Lehrpläne Sinn macht.
Überhaupt, so einiges hat mehr Sinn, wenn man sich damit beschäftigt (wenngleich natürlich manches bei um so intensiverer Beschäftigung durchaus auch mal an Sinn verlieren kann!) Wenn sinnvolle Reformvorschläge aber so lange durch Propaganda, Parteienlügereien und Vollidioten herumgekaut werden, bleibt am Ende aber natürlich ein nicht wünschenswertes Konglomerat an auf-dem-Papier-las-es-sich-voll-gut-echt-Ideen.
Mit all diesen Kompromissen wird am Ende nur eins erreicht: eine Kompromittierung des Bildungssystems.
Von den Unis fangen wir jetzt lieber mal nicht an, sonst reg ich mich hier ja noch auf. Nur soviel: dass neuer Minister gute Ideen hat, heißt leider noch nicht, dass die ÖH ihm zuhören wird. Und nur, weil die ÖH manchmal recht hat, heißt das noch nicht, dass sich irgendetwas ändert. Auch, nachdem die Regierung ihre ewige "wir-ham-kein-Geld-für-nix"-Ausrede mit diversen Bail-Outs und Neuverschuldungen verspielt hat. Aber da gehts ja um die Wirtschaft und die Wirtschaft ist wichtiger als die Zukunft. (->)
Und nein, da sind nicht die Griechen schuld, wenn wir ihnen Geld geben damit sie unsere Produkte kaufen, sondern hier wie dort populistische PolitikerInnen.
(Übrigens, jetzt wo die FPÖ sich wieder auf ihre "Werte" besinnen will, darf man sie jetzt eigentlich Deutsche Nationale Soziale Partei nennen? Immerhin wollen sie österreichisches Geld zuerst für Österreicher (statt für Griechen))

http://text.derstandard.at/1308679866180/Reaktionen-Opposition-haelt-Einigung-fuer-faulen-Kompromiss

No comments:

Post a Comment


[c] fabian bazant]
fabian bazant | gmail com



## Blogger ## Xubuntu ##