dusty dawn in downtown distopia

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28.6.10

...in seinem Arm das Pferd war tot.

Interview mit Gerhard Kurzmann um das schmerzlich vermisste Konter des Interviewenden ergänzt, bzw. kommentiert. Ich gebe zu, ich bin mehr ein Fan der Journalistendiskussion a la André Müller denn einer Fragebogisierung.

http://mobil.derstandard.at/1277336848470/STANDARD-Interview-Die-Familie-ist-blitzartig-abzuschieben

"STANDARD: Sie plakatieren einen Wahlkampf-Cartoon, auf dem ein Grieche in der Hängematte liegt und mit EU-Geldern spielt. Dazu der Titel: "Unser Geld für unsere Leut." Ist das nicht ziemlich vermessen, wenn man bedenkt, dass Ihre Partei, die FPÖ, in Kärnten eine Pro-Kopf-Verschuldung mit griechischen Ausmaßen zu verantworten hat?

Kurzmann: Die Sachlage in Kärnten ist doch eine andere. Ob man jetzt im Inland Schulden macht oder Geld in ein fremdes Land schickt, ist doch ein wesentlicher Unterschied."
[Hervorhebungen (auch weiters) von mir]

(Kärnten: 4.400 € Pro-Kopf-Verschuldung (im Oktober 2009)
Österreich gesamt: 22.034 -"- (2009)
Griechenland 24.280 € -"- (2009)
(Quellen: http://kaernten.orf.at/stories/399774/,
http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung)

Mal abgesehen dass es also schwierig ist von "griechischen Ausmaßen" zu sprechen, widerspricht Kurzmann dem ja garnicht. Und nein, es ist kein Unterschied. Außer, dass es gerade nach nationalistischem Verständnis noch frivoler sein müsste, seinem eigenen Staat soetwas einzubrocken. Kurzmann steht also nicht nur voll hinter der Verschuldung.

"STANDARD: Sie engagierten für den Wahlkampf jenen Werbemann, der in der Schweiz die Anti-Islam-Kampagne konzipiert hat. Haben Sie auch auf regionaler Ebene eigentlich keine anderen Themen als diese ständige Hetzerei gegen Minderheiten und die Bedienung von Vorurteilen?

Kurzmann: Das stimmt in der Form nicht. Wir haben im Zwischenwahlkampf mit Sachthemen wie Umweltzonen begonnen. Natürlich werden Moscheen auch eine Rolle spielen. Ich bin froh, Grazer zu sein, und ich möchte nicht irgendwann in einem islamischen Land leben müssen. [...]"

Zählt Kurzmann das als Themenelement der Umweltzonen? Was kommt als nächstes? "Eichenlaub statt Moscheenfeinstaub"?

"STANDARD: Haben Sie nicht einmal Mitleid mit den Kindern, die hier aufgewachsen sind, für die Österreich Heimat ist?

Kurzmann: Nein. Da geht mein Rechtsempfinden vor."

Da seine Partei auch einen Mangel an Mitleid (Stichwort: Pro-Kopf-Verschuldung) mit den in Zukunft mit Heimat Österreich, speziell Kärnten, aufwachsenden Kindern zeigt, ist das nur konsequent.

"Kurzmann: Das ist sehr ungenau. Die Geschichte, auf die Sie anspielen: Mir liegen sieben eidesstattliche Erklärungen vor, dass dieser Funktionär, dem nachgesagt wird, er hätte mit einem verbotenen Gruß gegrüßt, das nicht getan hat. Sieben Teilnehmer der besagten Sitzung sagen, sie hätten das nicht gehört. Was bei den Prüfungen der Staatsanwaltschaft rauskommt, weiß ich nicht. All diese Dinge gehen ja auf grüne Initiativen zurück."

Devalidiert das Verpassen eines Ereignisses per se das Ereignis? (Abgesehen natürlich beim Fußball...). Was die letzten beiden Sätze in Kombination heißen sollen, gibt mir Rätsel auf. Ist der Prüfungsausgang ungewiss, da selbige von den Grünen initiiert? Oder haben die Grünen sonderlichen Einfluss der die Antizipation des Ausgangs vernebelt?

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